Foto: Rolf Retzlaff

Foto: Rolf Retzlaff

In der aktuellen Ausgabe von Kaarster Leben wurde ausführlich über den Trimm-Dich-Pfad im Vorster Wald berichtet. Gemeinsam mit den Vorsitzenden des Stadtsportverband Kaarst, Robert Slydel und Michael Börgers, stellte das Magazin die rund zwei Kilometer lange Strecke mit ihren verschiedenen Fitnessstationen vor. Neben einem Rückblick auf die Entstehung des Projekts sprachen die Verantwortlichen auch über bestehende Verbesserungsmöglichkeiten, geplante zusätzliche Sportgeräte sowie das Ziel, den Vorster Wald künftig noch attraktiver für Sport, Bewegung und Naherholung zu gestalten.

 

 

VORST: Der Vorster Wald bietet als Naherholungsgebiet mehr als nur Natur pur: Hier wird kräftig Sport getrieben. Walking- und Jogginggruppen drehen, geschützt vom Schatten der Bäume, gerne ihre Runden. KAARSTer Leben hat gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Stadtsportverbands Kaarst, Robert Slydel, und seinem Stellvertreter Michael Börgers den Trimm-dich-Pfad ausprobiert.

Start zur circa zwei Kilometer langen Runde ist der Parkplatz am Bauhof. „Hier fehlt eine Infotafel mit Hinweis auf den Trimm-dich-Pfad und seine Geräte“, sagt Börgers. Rechts haltend gelangt man zunächst zum „Hüftdreher“. „Was müssen wir denn hier machen?“, fragen sich die beiden – auch hier wäre eine Erklärungstafel hilfreich. Weiter geht es rechts Richtung Regiobahn und anschließend links zum „Stepper“. Dieses Gerät ist bereits mit einer Gebrauchsanweisung versehen. Sportler können genau erkennen, wie das Gerät genutzt wird und welche Muskelpartien trainiert werden.

KAARSTerLEBEN | Ausg. 2/26

Der Weg zur dritten Station führt rechts weiter, vorbei an der Wetterschutzhütte. Die Rückenstation bietet Platz für zwei Sportler und verfügt ebenfalls über Nutzungshinweise. „Hier stehen wir auf dem ehemaligen Sportplatz der Sportfreunde Vorst“, erinnert sich der Ehrenvorsitzende der Sportfreunde Vorst, Michael Börgers, an vergangene Zeiten. Der Umzug der Sportanlage auf das Gelände neben dem Georg-Büchner-Gymnasium erfolgte im Dezember 2014. „Mittlerweile hat die Natur das Grundstück im Vorster Wald zurückerobert“, so Börgers.

Nach der Rückenkräftigung führt der Weg an der Lichtung mit der Bank nach links, vorbei am Skulpturenensemble „Türhüter“ von Wilhelm Schiefer, weiter zur vierten Station – und dann endet der Parcours bereits. „Viel zu wenig“, findet das SSV-Duo. Ursprünglich war geplant, sieben Fitnessgeräte aufzustellen. „Wir wollen in nächster Zeit mithilfe von Sponsoren zwei Workstations mit verschiedenen Funktionen hinzufügen“, erklärt Slydel.

Bereits in den 1970er Jahren wurde im Vorster Wald ein Trimm-dich-Pfad installiert. Die damaligen Geräte aus Holz waren jedoch bald marode und mussten wieder abgebaut werden. Michael Börgers gab schließlich den Anstoß, erneut einen Trimm-dich-Pfad im Vorster Wald aufzubauen. Der Neubau wurde auf Antrag des Stadtsportverbands und der Stadt Kaarst durch die NRW.BANK mit 26.000 Euro bezuschusst. Den Rest der rund 40.000 Euro Projektkosten übernahm die Stadt.

Für Ärger sorgte im vergangenen Jahr die Aufstellung der Sportgeräte. Drei Exemplare wurden zu nah an Kunstobjekten platziert. Nach Protesten des Kunstverein Nordkanal mussten drei Stationen umgesetzt werden. Inzwischen haben sie ihren endgültigen Platz gefunden. „Die Geräte sind prima für Menschen, die an der frischen Luft Fitnesstraining betreiben wollen – egal ob alt oder jung“, sagt Slydel. Dennoch sehen Slydel und Börgers weiteres Potenzial: Sie möchten den Trimm-dich-Pfad weiterentwickeln, damit der Vorster Wald noch mehr Sportbegeisterte anzieht.

Komplette Ausgabe von KAARSTerLeben
PDF-Datei Seite 16 + 17

Text: Rolf Retzlaff
Fotos: Rolf Retzlaff