Liebe Sportlerinnen und Sportler in Kaarst,
da ich schon immer Sport mache und dem Sport sehr verbunden bin, halte ich meine Hand – seit ich Politik mache – schützend über diesen, denn nicht jeder im Rat ist ein Sportler und versteht den Sport. Leider muss man sich im Wahlkampf immer auf hauptsächlich drei oder vier Themen fokussieren, daher freue ich mich über die Initiative unseres sehr aktiven Stadtsportverbandes – die ich alle persönlich schon lange kenne – und beantworte gerne für alle Sportler die gestellten

1. Welche Bedeutung messen Sie dem „Sport in Kaarst“ im gesellschaftlichen Konsens in unserer lebens- und liebenswerten Stadt zu?
Als Sportlerin und Vorsitzende des Schwimmverein VfS Büttgen e.V. messe ich dem Sport eine sehr große Bedeutung zu. Man kann es mit zwei Worten ausdrücken „Sport verbindet“ – Menschen aller Schichten und jeder Herkunft und Religion. Sportvereine sind mit die Motoren der Kaarster Gesellschaft.

2. Wie und wo sehen Sie die organisatorische Einbindung vom „Sport in Kaarst“ im Jahre 2025?
Sport wird immer im Sportausschuss eingebunden sein und eine Stimme für den Sport sein. Durch die Einbringung von Sportler/innen in diesem Gremium ist eine gute Lobbyarbeit zugunsten von Sport möglich. Als Bürgermeisterin werde ich immer eine sehr offene Tür für alle Sportler und ihre Anliegen haben, weil ich selbst Sportlerin und Funktionärin bin.

3. Wie und wo sehen Sie die infrastrukturelle Ausstattung vom „Sport in Kaarst“ im Jahre 2025?
Kaarst ist gut im Sport gut aufgestellt und die vielen Sportler der Stadt vertreten diese Interessen so gut, dass wir auch im Jahr 2025 eine top infrastrukturelle Ausstattung im Sport haben werden. Die Sporthalle an der Bussardstrasse soll an anderer Stelle neu errichtet werden. Die Gesamtschule und die Grundschule Stakerseite bekommen neue Hallen und perspektivisch muss auch das Schwimmbad in Büttgen neu gebaut werden. Ich setzte mich auch für den Erhalt der Radsporthalle ein. Sie ist zu einer festen Halle des Kaarster Sports geworden.

4. Wie und wo sehen Sie das ehrenamtliche Engagement beim „Sport in Kaarst“ im Jahre 2025?
Ehrenamt braucht jede Unterstützung dies es bekommen kann, denn Sport ohne Ehrenamt ist nicht möglich. Man muss schon die Jugend für das Ehrenamt im Sport begeistern und einbinden, damit es auch weiterhin Übungsleiter gibt, die sich im Ehrenamt im Sport einbringen. Unser Verein fördert alle Ausbildungen, die Übungsleiter machen wollen zu 100 Prozent. Ich denke ein sehr gutes und nachahmenswertes Beispiel aber auch sehr effektiv!

5. Welche Bedeutung hat der „Sport in Kaarst“ im Hinblick auf die Integration und die Inklusion?
Schon mit 18 Jahren habe ich eine Gruppe mit Menschen mit Behinderung als Übungsleiterin im Schwimmen betreut. Mir war und ist es immer ein Anliegen inklusiv und integrativ zu arbeiten. Das habe ich ihn jedem Verein, in dem ich tätig bin, mit eingebracht. Bei mir persönlich haben in den letzten fünf Jahren ca. 150 hauptsächlich junge Männer und ein paar Frauen aus verschiedensten Ländern schwimmen gelernt. D.h. heißt sie haben auch gelernt, wie man deutsch spricht, welche Verhaltensregeln wir hier haben und insbesondere, dass es ganz normal ist, wenn Frauen im Bikini oder Badeanzug im Schwimmbad sind und das Männer und Frauen in Deutschland per Gesetz gleichgestellt sind. Inklusion und Integration findet bei uns im Verein sehr bewusst statt und so erlebe ich das auch bei allen anderen Sportvereinen, die sich alle öffnen, denn Sport verbindet! PS: Übrigens auch bei den anderen nicht Sportvereinen. Danke Kaarst!

6. Welche Rolle spielt für Sie eine besondere Förderung von hiesigen leistungsorientierten Vereinen, die mit Sportlern und/oder Mannschaften in der deutschen Spitzenklasse (z.B. Bundesliga) vertreten sind?
Jeder Stadt ist stolz auf ihre Spitzensportler und muss immer versuchen sie mit zu fördern, denn neben dem, dass es toll ist, wenn man z.B. Kindern selbst Schwimmen beigebracht hat und sie dann beim Fünfkampf als Europameister bei der Sportlerehrung der Stadt Kaarst trifft, sind diese Sportler auch ein tolles Aushängeschild für die Stadt. Förderung muss daher soweit es uns als Stadt möglich ist immer erfolgen.

7. Das Ehrenamt und die Übungsleiter sind das Rückgrat vom „Sport in Kaarst“. Welche Ansätze sehen Sie zur Stärkung und Förderung dieses Engagements?
Ohne Ehrenamt funktioniert kein Verein. Und da gilt nicht nur für den Sport! Hier sehe ich auch die Digitalisierung als großen Vorteil. Über diese ist ein gute Kommunktion untereinander möglich. Vorstandssitzung und Übungsleitertreffen funktionieren auch anders. Viele Menschen haben einfach nicht mehr so viel Zeit und schaffen es gerade so um 17 Uhr z.B. auf dem Sportplatz zu sein und die Fussballkinder zu unterrichten. Durch digitale Möglichkeiten wie z.B. SLACK kann die Kommunikation und die Stärkung der Ehrenamtlichen vereinfacht und gefördert werden. Dann haben sie mehr Zeit für Training.
Fortbildungen müssen kostenfrei sein – schön ist, dass diese Kurse bereits sehr wenig kosten, wenn man einem Verein angehört und wenn der Verein die Kosten dann auch noch übernimmt, was durch die Städtischen und Landeszuschüsse möglich sein muss. Ansonsten ist und bleibt Ehrenamt Ehrenamt – die, die es machen, machen es freiwillig und da hilft auch oft einfach einmal ein „Danke – das hast du super gemacht“ zu sagen, denn den Ehrenämtern egal in welchem Verein geht es nicht um Geld.

8. Ist Sport für Sie ein Stück Stadtmarketing?
Auf jeden Fall. Denken wir an die „Tour de France“, die durch Büttgen ging. Auf einmal wussten viele wo Kaarst liegt, denn wir waren im Fernsehen. Crash Eagles – auch ein tolles Beispiel oder die Floorballer aus Holzbüttgen – alles sind großartige Aushängeschilder für unsere Stadt. Ich bin stolz auf alle!

9. Der Spurt in den Mai, der Kaarst-Total-Lauf oder die EuropaCup-Turniere im Skaterhockey sind sportliche Kaarster Aushängeschilder. Wäre es nicht sinnvoll, die veranstaltenden Vereine im Hinblick auf die stetig steigenden organisatorischen, haftungsrechtlichen sowie finanziellen/steuerlichen Herausforderungen zu entlasten?
Jeder Funktionär kennt dieses Thema und da ist der Landes- und der Kreissportbund als bezahlte Institutionen gefragt, Lösungen anzubieten. Bei der Datenschutzgrundverordnung gab es sehr gute Schullungen und Hilfen und dies muss und wird für alle Bereiche so weitergeführt. Die Stadt und die Politik ist in gutem Gespräch u.a. zum „Pakt des Sportes“ und diese Unterstützung muss immer da sein.

10. Wie schätzen Sie die Auswirkungen von „Covid-19“ auf den „Sport in Kaarst“ ein und was gedenken Sie zu tun, um dem „Sport in Kaarst“ Hilfestellung zu leisten?
Die Stadt gibt den Vereinen jede mögliche Unterstützung. Auch ich habe auf Anfrage von Vereinen mich eingebracht und natürlich das alles selbst mit dem Schwimmverein erlebt. Ein tolles Miteinander und viel Unterstützung aus der Verwaltung, genauso so, wie ich das erwarte und auch immer unterstützen und fordern werde. Danke hierfür an die Verwaltung. Covid 19 wird uns noch eine Zeitlang begleiten und auch wir als Sportler/innen müssen Lösungen finden damit umzugehen. Digitale Anmeldung, Abstand, Rücksichtnahme – eines ist klar, wir werden Sport weiterhin betreiben. Es gibt für viele Sportarten Lösungsmöglichkeiten. Man muss sie nur finden.

11. Welche Rolle spielt Sport in Ihrem Leben?
Ohne Sport fehlt mir etwas und ich hoffe, dass ich bis an mein Lebensende Sport treiben kann. Ich spiele leidenschaftlich gerne Tennis – da vergesse ich alles andere und „jage“ nur diesem kleinen gelben Ball hinterher. Ich segle leidenschaftlich gerne und arbeite auch ab und zu als Segellehrerin mit kleinen Kindern aber auch Erwachsenen. Ich bin in einem Schwimmverein großgeworden und habe viel Zeit bei Wettkämpfen verbracht.
Ich bin ausgebildete Übungsleiterin des Landessportbundes seit meinem 18. Lebensjahr, Babyschwimmtrainerin, Aqua Fitness Instrutorin und Nordic Walking Instructur. Desweiteren Rettungsschwimmerin der DLRG (Silber) und Inhaberin eines (immer) gültigen Erste Hilfe Scheines des DRK. Sport und Ehrenamt im Sport macht mir einfach Spaß und das hat nichts mit Geld zu tun.

Im Übrigen geht nicht nur um den Sport, sondern auch um das Miteinander. Der „Kaarster Stadtlauf“ basierte auf Sport – das Kunstcafe Einblick, der Ev. Verein für Jugend- und Familienhilfe, Geschäftsleute haben mitgemacht und der Schwimmverein hat auf mein Betreiben alle diese Menschen zusammengebracht. Ebenso das 24. Stundenschwimmen und auch die Kaarster Grundschulmeisterschaften.
*Sport verbindet“ – #Menschenzählen – #EineBaumfürKaarst

12. Welchen (Wunsch)Traum haben Sie bezüglich der Sportlandschaft in Kaarst für 2030?
Ich wünsche mir ein neues Schwimmbad. Unseres wird 2020 nun schon 50 Jahre alt und nicht erst seit Corona funktioniert dort nur jede vierte Dusche. Bedingt durch Corona haben wir dort auch ein echtes Nichtsschwimmerproblem in den nächsten Jahren und gerade mit dem Kaarster See in unserer Stadt müssen wir als Stadt dafür Sorge tragen, dass jedes Kind schwimmen kann. Die Fläche der dann alten Gesamtschule hinter dem Sportplatz bietet sich an, denn dort kann man einfach keine Wohnbebauung direkt an den dortigen Fussballplatz, auf dem der VFR – Büttgen trainiert und spielt, setzen. Das ist vorprogrammierter Ärger mit Anwohner.

Jeder kann aber sicher sein, dass ich mich für jede andere Sportart auch einsetze, denn jeder Sport, den jemand treibt, ist gesund, verbindet Menschen und beschäftigt auch Menschen im Guten. Stichwort „Präventionsarbeit“.
Ich hoffe, ich konnte alle Fragen beantworten.

Bei Fragen stehe ich gerne jederzeit unter folgenden Kontaktdaten zur Verfügung:

Mit sportlichen Grüßen

Ursula Baum
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